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  Meliorationsgebiet am linken Bielerseeufer
Das Meliorationsgebiet in den Gemeinden Ligerz, Twann und Tüscherz-Alfermée umfasst 105.5 Hektaren. 34 Haupterwerbs- und zehn Nebenerwerbsbetriebe bewirtschaften den Rebberg und produzieren den Wein zum grössten Teil als Selbstkelterer. Vor der Güterzusammenlegung gab es im ganzen Perimeter 334 Eigentümer und Eigentümerinnen, die rund 1'157 Grundbuchparzellen besassen. Die durchschnittliche Parzellengrösse war 855 m2, die Zahl der Parzellen pro Betrieb lag zwischen 9 und 59.

Alle Ziele unter einem Hut
Die steigenden Produktionskosten im Rebbau sowie die zunehmende Professionalisierung im Rebberg wie im Keller zwingen die Weinbäuerinnen und Weinbauern am Bielersee zu Rationalisierungsmassnahmen, um die Kosten im Griff zu behalten.
Ein zusätzlicher Druck, der den Rebbauern Sorge bereitet, kommt von den Schutz-organisationen - das Rebgebiet ist (mit Ausnahme des Teilperimeters Alfermée) - Bestandteil des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN-Objekt Nr. 1001).

Einzig über eine Rebgüterzusammenlegung samt Verbesserung der Erschliessung ist die dringend anzustrebende und unbedingt notwendige Senkung der Produktionskosten möglich. So können die Winzerinnen und Winzer, die heute zusammen mit den betroffenen Gemeinden für die Pflege der einmaligen, erhaltenswerten Landschaft von nationaler Bedeutung sorgen, auf die Dauer ihr Auskommen finden. Dass heutzutage nur ein ökologisch und ökonomisch ausgewogenes Projekt mit Erfolg umgesetzt werden kann, haben die Winzer und Winzerinnen schon in der Phase der Projektstudien erkannt. Anlässlich der Abstimmung über die Durchführung des Unternehmens wurde beschlossen, im Sinne der Modernen Meliorationen, folgende Ziele anzustreben:
  • Nachhaltiger Erhalt der Rebenlandschaft als unverzichtbarer Teil der Berner Region Biel-Seeland als übergeordnetes Ziel;
  • Existenzsicherung der Winzerfamilien und der übrigen mit dem Rebbau verbundenen Wirtschaftsbetriebe am Bielersee;
  • Erhalt und Entwicklung der ökologisch wertvollen Landschaftselemente im und am Rebberg.

Die ausführenden Organe der Meliorationsgenossenschaft waren also gefordert, die ökonomischen Projektziele des Rebbaus mit den starken Anliegen des Landschafts- und Naturschutzes unter einen Hut zu bringen. Als wichtiger erster grosser Meilenstein erfolgte bereits fünf Jahre nach der Gründung der Genossenschaft am 5. Januar 2009 der Neulandantritt, umrahmt von einer kleinen Feier.

Foto: K. Schilling

Eine Umsetzung in mehreren Etappen (Chronologie)

Gründungsverfahren der Genossenschaft TLTA    
Ausarbeitung eines Vorprojektes für Ligerz und Twann   ab 2000
Auflage- und Mitwirkungsverfahren des Vorprojektes Ligerz und Twann   November/Dezember 2002
Zustimmung der Gemeindeversammlungen Ligerz und Twann zum beantragten Gemeindebeitrag   17. Mrz 03
Gründung der Rebgüterzusammenlegung Ligerz-Twann   03. Jun 03
Ausarbeitung eines Vorprojektes für Tüscherz-Alfermée   Sommer 2003
Zustimmung der Gemeindeversammlung Tüscherz-Alfermée zum beantragten Gemeindebeitrag   20. Nov 03
Auflage- und Mitwirkungsverfahren des Vorprojektes Tüscherz-Alfermée   Im Januar/Februar 2004
Gründung der Rebgüterzusammenlegung Tüscherz-Alfermée   21. Apr 04
Fusion der beiden Genossenschaften zur Rebgüterzusammenlegung (Bodenverbesserungsgenossenschaft) Twann-Ligerz-Tüscherz-Alfermée (RGZ TLTA).   26. Mai 04
Genehmigung des Rebgüterzusammenlegung durch den Grossen Rat des Kantons Bern (Grundsatzbeschluss für den Rahmenkredit)   24. Nov 04
Genehmigung des Unternehmens durch die Volkswirtschaftsdirektion   10. Feb 06
Grundsatzverfügung des Bundesamtes für Landwirtschaft   21. Mrz 05
 
Bereits abgeschlossen  
Öffentliche Auflage der Bodenbewertung   01. Nov 05
Öffentliche Auflage des Neuzuteilungsprojektes   25. Jun 07
Antritt des neuen Besitzstandes   05. Jan 09
Öffentliche Auflage der Mehr- und Minderwerte, inkl. Pflanzenkapital   23. Mrz 09
 
Nächste Arbeiten  
Beginn der Bauphase   ab Winter 2009/10
Instandstellung der Oekoflächen   ab Winter 2009/10


Kosten und ihre Finanzierung
Kostenvoranschlag (2004)  
- Planerische und güterzusammenlegungstechnische Arbeiten   Fr. 3'485’000.--
- Bauarbeiten (Erschliessungsmassnahmen und Mauern)   Fr. 10'045'000.--
- Ökologische Massnahmen inkl. Landerwerb   Fr. 670'000.--
 
Vorgesehene Finanzierung:  
- Pauschalabgeltung der Nationalstrasse A5:   Fr. 750'000.--
- Strukturverbesserungsbeiträge des Kantons (33.2%)  
  und des Bundes (37.9%)   Fr. 10'096’200.--
- Beitrag der Gemeinden Twann, Ligerz, Tüscherz-Alfermée: ca.   Fr. 1'760'000.--
- Restkosten zulasten der Grundeigentümer und
  -eigentümerinnen:
  Fr. 1'593'800.--

Auskünfte zur Rebgüterzusammenlegung erteilen der Präsident, Peter Feitknecht, Twann, der Präsident der Schätzungskommission Hansueli Aeschbacher, Suberg oder das Sekretariat in Ligerz.

Vorstand  
 
Peter Feitknecht, Präsident, Twann   p.feitknecht@bluewin.ch
  Tel: 032 / 315 17 20
Thomas Stämpfli, Vizepräsident, Schernelz  
Remo Giauque, Ligerz  
Martin Hubacher, Twann  
Stephan Ruff, Twann  
Hansruedi Hirt, Tüscherz  
Ruedi Römer, Tüscherz  
Renate Scheidegger, Kassierin, Twann  
Regula Schwarz, Sekretärin, Ligerz  
Sekretariat: Oberdorf 7. 2514 Ligerz   schwarz@bluewin.ch
  Tel: 032 / 315 26 28
 
Schätzungskommission  
 
Hansueli Aeschbacher, Präsident, Suberg   079 / 693 34 46
Ernst Gachnang, Concise  
Jean-Claude Kuntzer, St. Blaise  
Kurt Nussbaumer, Dornach  
Klaus Schilling, Uerikon  
Moritz Villinger, Malans  
Jean-Pierre Vontobel, Allaman  
 
Technische Leitung/ Oekologie  
 
GeoplanTeam Hutzli & Kluser, Nidau  
Peter Hutzli   Technischer Leiter
Andreas Kluser   Technischer Leiter, Stellvertreter
Ruth Naef   Projektadministration
Christian Wüthrich und Christof Lussi   Bereich Bau
Stefan Wittmer   Bereich Vermessung und Datenbank
Künzler, Bossert & Partner, Bern  
Andreas Bossert   Oekologe
Michael Zimmermann   Oekologe
 
Rechnungsrevision  
 
Marco Campiotti, Twann  
Stephan Stucki, Schernelz  
 
Notarin der Güterzusammenlegung  
 
Monika Guggisberg,  
Lanz, Guggisberg & Kneubühler, Nidau  
 
Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern  
 
Kurt Ryf, Abt. Strukturverbesserungen und Produktion, Schwand, Münsingen  



Dokumente zum downloaden
  •  Bescheinigung Pflanzenkapital
  •  Informationen zum Baubeginn
  •  Mitteilungen Nr. 6 vom November 2009

  •  Jahresprogramm 2010.pdf

  •  Heli-Handänderungsformular RGZ.pdf

  •  Vorschlag Pachtlandzuteilung und Pachzinsen
  •  Empfehlungen zu Pachtverträgen und Pachtzinsen
  •  Vorlage für Pachtverträge für Reben (PDF)
  •  Vorlage für Pachtverträge für Reben (Word DOC)
  •  Bewilligungsformular_Mauern_TL.pdf
  •  Statuten.pdf